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Brünn - auch Brno


Brünn - auch Brno Brünn/Brno ist die ehemalige Hauptstadt von Mähren. Die Stadt besitzt bedeutende historische Bauten, ist aber gleichzeitig eine moderne und pulsierende Stadt.

Brünn/Brno hat eine Universität, Technische Universität und eine Musikhochschule. Wichtige Industriezweige der Stadt sind neben Maschinenbau auch die Textilindustrie und Elektrotechnik.

Alljährlich finden in Brünn/Brno im Frühjahr die Internationale Konsumgütermesse und im Herbst die Internationale Maschinenmesse statt. Beide Messen finden im Ausland große Beachtung.

Brünn/Brno liegt sehr verkehrsgünstig, und hat eine sehr schöne Umgebung. Besonders ist da der Mährische Karst mit seinen wunderschönen Tropfsteinhöhlen zu nennen.

Zwei Flüsse die Schwarzawa/Svratka und die Zwittawa/Svitava durchfließen die Stadt.


Geschichte von Brünn/Brno


Schon in der Steinzeit war das heutige Stadtgebiet und die nähere Umgebung besiedelt. Seit dem 4. Jahrhundert v. Chr. siedelten hier die Kelten, auf deren Wort brinen = Hügel, der Name der Stadt hervorgeht. Im Jahre 1243 erhielt der Ort ihre Stadtrechte.

Brünn/Brno wurde bald zu einem bedeutenden Handelszentrum und spielt eine bei der Fertigung von Tuchwaren eine wichtige Rolle.

Alle Angriffe auf die Stadt konnten abgewehrt werden, wie die der Mongolen, Hussiten, im 17. Jahrhundert die der Schweden und Türken, nur Napoleon musste sich Brno 1809 ergeben. Alle Befestigungsanlagen, die diesen Angriffen standhielten, wurden 1860 abgerissen.

Trotz alledem sind noch zahlreiche Baudenkmäler verschiedener historischer Epochen erhalten geblieben.


Sehenswürdigkeitene in Brünn/Brno


Kapuzinerkirche
Die Kapuzinerkirche hat in ihrer Krypta mumifizierte Leichen zu bieten. Unter ihnen befindet sich die Mumie von Pandurenoberst von Trenck, der 1746 bis 1749 auf dem Spielberg eingekerkt war, und die von besonderen Bürgern der Stadt aus dem 18. Jahrhundert.


Mährisches Museum - Maravské muzeum - Hauptgebäude des Mährischen Landesmuseums
Das Mährische Museum befindet sich im ehemaligen Palais Dietrichstein, das eine ethnologische Sammlung und eine Gemäldegalerie mit Werken von Cranach und Rubens enthält.


Dom
Der Dom in Brünn/Brno Der Dom und die Burg bilden die Silhouette der Stadt. Ersterer stammt aus dem 15. Jahrhundert. Einst war der Dom ein gotischer Kirchenbau, der den Heiligen Petrus und Paulus geweiht war.

Bei der Belagerung durch die Schweden im Jahre 1643 wurde er zerstört und im neugotischen Stil von 1904 bis 1910 restauriert. Während der Restaurierungsarbeiten entstanden auch die beiden Türme.

Das Innere des Doms hat einige sehenswerte Bilder und Plastiken aufzuweisen. Eine große gotische Steinskulptur ist als Madonna mit Kind modelliert.


Burg
Auf dem bereits erwähnten Spielberg/Špilberk mit einer Höhe von 283 Metern erhebt sich die berühmt gewordene Burg von Brünn/Brno. Sie konnte im 15. Jahrhundert den Hussiten, im 17. den Schweden und im 18. Jahrhundert Friedrich dem Großen standhalten. 1809 sprengte Napoleum die Befestigungsanlagen, nur die unterirdischen Kasematten überstanden dies und dienten bis 1857 als Staatsgefängnis. Politische Gefangene wurden hier festgehalten wie der italienische Carbonari und der bereits genannte Pandurenoberst von Trenck.

Während der deutschen Besatzungszeit nutzte man sie nochmals. Heute sind die Kasematten mit den Folterkammern der Öffentlichkeit zugänglich.


Augustinerkloster
Die schöne Klosterkirche stammt aus dem Jahre 1322. In ihr arbeitete der Komponist Leoš Janáček und der Vererbungsforscher Gregor Mendel.


Neues Rathaus - Nová radnice
Das Neue Rathaus entstand im 18. Jahrhundert aus Teilen des barocken Dominikanerklosters. Der Saal wiederum einst das Refektorium der Dominkaner ist gotischen Ursprungs.


Michaelskirche
Die Michaelskirche war einst ein gotisches Kirchenhaus, das im barocken Stil umgestaltet wurde.

Verbunden wird das Neue Rathaus mit der Miachelskirche durch einen romanisch-gotischen Kreuzgang.


Altes Rathaus - Stará radnice
Das Alte Rathaus ist das älteste weltliche Gebäude der Stadt. Aus der Mitte des 13. Jahrhunderts stammt der untere Teil des Turms. Sehenswert ist auch das wunderschöne spätgotische Portal aus dem Jahre 1510. Vom "Brünner Drache" und dem "Brünner Rad" gibt es zum einen eine Sage bzw. eine ehemalige Wette.

Der Drache soll der Sage nach die Jungfrauen der Stadt gefressen haben. Allerdings handelt es sich eigentlich nicht um einen Drachen, sondern vielmehr um ein Krokodil, 1608 die Stadt dem türkischen Gesandten schenkte.

Das Rad aus dem 17. Jahrhundert entstand als Ergebnis einer Wette eine mährischen Handwerkes. Er wette nämlich, das er innerhalb von zwölf Stunden ein Rad herstellen und es anschließend bis ins Brünner Radhaus rollen könne. Die Wette gelang, doch fortan glaubte man, dass der Handwerker mit dem Teufel im Bunde stehe.


St. Jacobskirche
Die Jacobskirche ist eine dreischiffige gotische Hallenkirche, die zischen 1314 und 1480 errichtet wurde. Ihr Turm mit einer Höhe von 92 Metern ist der höchste Kirchturm von Brünn/Brno. Ein Holzkruzifix aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts befindet sich im n¨rdlichen Seitenschiff.

Thomaskirche
In der Thomaskirche ist ein prachtvolles Altargemälde von Franz Anton Maulpertsch (1724 - 1796) zu besichtigen. Auch das frühbarocke Portal sollte man sich genauer anschauen.


Jesuitenkirche
Zwischen 1598 und 1602 entstand der frühbarocke Bau der Jesuitenkirche. Im hochbarocken Kirchenraum gibt es zahlreiche sehr schöne Gemälde und Skulpturen.


Mahentheater
Das Mahentheater entstand in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und gilt als das erste, welches elektrisch beleuchtet wurde. 1882 war die Eröffnung.


Janáček-Theater
Eröffnet wurde das Janáček-Theater 1965, das Opern- und Ballettaufführungen darbietet. Das Theater steht im Park Sady osvobozeni und trägt den Namen des Komponisten Leoš Janáček, der in Brünn/Brno seine bedeutendsten Werke schuf.



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